Unterjährige Zinskapitalisierung beim Tagesgeldkonto |
| Mittwoch, den 07. Dezember 2011 um 15:20 Uhr |
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Wer heute das beste Tagesgeldkonto finden möchte, der muss neben dem Zinssatz auf diverse weitere Konditionen achten. Mitunter heben die Banken auch Konditionen als besonders gut gegenüber anderen Anbietern hervor, die für eine Reihe von Anleger aber gar nicht interessant sind. Neben Zinssatz, Einlagensicherung und Maximalanlagesumme zählt auch die Frequenz der Zinsgutschrift zu den wichtigsten Tagesgeldkonditionen. Was bringt die unterjährigen Zinskapitalisierung beim Tagesgeldkonto wirklich?Unter der Frequenz der Zinsgutschrift versteht man den Zeitpunkt, an dem die Kapitalisierung der Zinsen stattfindet, die Tagesgeldzinsen also dem Kapital auf dem Tagesgeldkonto zugeschrieben werden. Bezüglich dieser Frequenz unterscheiden sich die Anbieter beim Tagesgeld. So gibt es auf der einen Seite die jährliche Zinskapitalisierung, im Zuge derer die Tagesgeldzinsen in der Regel am 31.12. des Jahres gutgeschrieben werden. Viele Banken bieten mittlerweile aber auch die unterjährige Zinskapitalisierung an, und schreiben die Zinsen dann entweder halbjährlich, quartalsweise oder sogar monatlich gut. Monatliche Zinsgutschrift mit optimalem Zinseszinseffekt beim Tagesgeld?Besonders diejenigen Tagesgeldanbieter, die die Gutschrift der Zinsen monatlich vornehmen, werben teilweise massiv mit einem optimalen Zinseszinseffekt. Doch wie wirkt sich dieser aufgrund der unterjährigen Zinsgutschrift vorhandene Effekt wirklich aus, und ist die Frequenz der Zinsgutschrift letztendlich wirklich ein Entscheidungskriterium beim Tagesgeldvergleich? Im Grunde kommt es vor allem auf die Höhe der Einlage auf dem Tagesgeldkonto an, ob durch den Zinseszinseffekt eine nennenswerte Steigerung der Zinsen zu erreichen ist. Bei einer Anlagesumme von beispielsweise 10.000 Euro und einem Zinssatz von 2,80 Prozent würden bei einer monatlichen Zinskapitalisierung im Vergleich zur jährlichen Zinsgutschrift Mehrzinsen von 3,62 Euro entstehen. Anstelle von jährlich 280 Euro an Zinsen würde der Anleger also bei monatlicher Zinskapitalisierung einen Zinsertrag von 283,62 Euro erzielen. Ob die Entscheidung für einen Tagesgeldanbieter wirklich aufgrund dieser geringen Differenz getroffen werden sollte, muss jeder Anleger selbst entscheiden. Zinseszinsen lohnen sich bei höheren Guthaben auf dem TagesgeldkontoFalls das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto nicht „nur“ 10.000 Euro beträgt, sondern (deutlich) höhere Anlagesummen vorhanden wird, kann sich der Zinseszinseffekt natürlich wesentlich deutlicher bemerkbar machen. So läge der Mehrertrag beim Vergleich der monatlichen zur jährlichen Zinsgutschrift bei einer Anlagesumme von 50.000 Euro bei immerhin etwa 18 Euro im Jahr, bei 100.000 Euro wären es jährlich rund 36 Euro. Diese Zahlenbeispiele sollten sich Anleger durchaus vor Augen führen, falls die Frequenz der Zinsgutschrift also Entscheidungskriterium beim Tagesgeldvergleich in Erwägung gezogen wird. |