Was ist Tagesgeld?

Das Tagesgeld ist inzwischen eine relativ bekannte Anlageform geworden, nachdem diese Art der Geldanlage noch vor etwa zehn Jahren fast nur von Banken und großen Unternehmen genutzt werden konnte, da es sehr hohe Mindestanlagesummen im Bereich von umgerechnet 100.000 Euro und mehr gab. Heute jedoch ist ein wesentliches Merkmal der Tagesgeldanlage unter anderem auch, dass selbst Kleinanleger diesen Anlageprodukt nutzen können, da es keine Mindestanlagesummen mehr gibt. Doch "Was ist Tagesgeld?" eigentlich - es gibt einige Hauptmerkmale, die das Tagesgeld als Geldanlage auszeichnen, von denen die meisten auch Vorteile dieser Anlageform sind.


Tagesgeld ist jederzeit verfügbar

Ein Hauptmerkmal und großer Tagesgeld Vorteil ist die jederzeitige Verfügbarkeit des angelegten Kapitals. Das angelegte Kapital ist nämlich täglich verfügbar, daher auch der Name Tagesgeld. Die Verfügung muss dabei nicht vorher angekündigt werden bzw. es sind keine Kündigungsfristen, wie etwa bei Spareinlagen, einzuhalten. Jeder auf dem Tagesgeldkonto befindliche Betrag kann also täglich abgerufen werden, ohne das dabei Kosten entstehen würden. Diese jederzeitige Verfügbarkeit ist sicherlich auch ein Vorteil des Tagesgeldes im direkten Vergleich mit dem Festgeld als relativ ähnliches Anlageprodukt.


Das Tagesgeld als sichere Anlage durch Einlagensicherung

Neben der jederzeitigen Abrufbarkeit des angelegten Kapitals ist die zweite Haupteigenschaft des Tagesgeldes, und zugleich der zweite große Vorteil dieses Produktes, die hohe Sicherheit. Generell gibt es beim Tagesgeld oder Festgeld weder ein Kursrisiko noch ein Zinsrisiko, auch wenn es sich um einen variablen Zinssatz handelt. Aber durch die tägliche Abrufbarkeit kann man als Anleger sofort auf negative Zinsentwicklungen reagieren. Legt man sein Kapital auf einem Tagesgeldkonto bei einer Bank an, die in der Eurozone ansässig ist, so gibt es auch kein Währungsrisiko. Dieses muss allerdings beachtet werden, wenn das Konto nicht in Euro geführt wird. Auch die Einlagensicherung trägt zur hohen Sicherheit der Tagesgeldkonten bei, denn hier wird das Emittentenrisiko zu großen Teilen ausgeschaltet. Gesetzlich sind derzeit bis 100.000 Euro je Kunde geschützt, vor 2011 waren nur bis 50.000 Euro mittels Einlagensicherung abgesichert. Allerdings haben viele Banken z.B. die 1822direkt, Cortal Consors, ING-Diba und auch das Sparbuch der Sparkasse hierzulande noch private Einlagensicherungen, die bis in den Bereich von vielen Millionen Euro je Tages- oder Festgeld Anleger reichen.


Die Verzinsung beim Tagesgeld

Einziger Nachteil beim Tagesgeld ist im Grunde die vergleichsweise geringe Rendite bei den aktuell niedrigen Tagesgeldzinsen von gerade mal um die ein Prozent. Dabei muss man jedoch berücksichtigen, dass es sich eben um eine äußerst sichere Form der Geldanlage handelt, was einer hohen Rendite immer gegenüber steht. Der Zinssatz unterscheidet sich von Bank zu Bank, und innerhalb eines Anbieters zumeist auch bei unterschiedlichen Anlagesummen. Mitunter bieten Banken auch hin und wieder Sonderzinssätze für Neukunden an, die in der Regel mit einer zusätzlichen Bedingung, wie etwa einem Depotübertrag, verknüpft sind.


Fazit: Die flexible und sichere Geldanlage für alle Sparer

Das Tagesgeld zeichnet sich also durch die tägliche Verfügbarkeit des Kapitals und eine Einlagensicherung von mindestens 100.000 Euro aus. Die Geldanlage ist somit sicher und flexibel – wenn auch nicht so renditestark wie Festgeld. Nichts desto trotz wirft ein Tagesgeldkonto mit guten Konditionen deutlich mehr Zinsen ab, als beispielsweise ein „konventionelles“ Sparbuch einer Sparkasse. Die Zinsen des Tagesgeldkontos orientieren sich dabei am Zinssatz der Europäischen Zentralbank: Steigt dieser, steigen auch die Zinsen für den Sparer. Das Tagesgeldkonto eignet sich somit vor allem für den durchschnittlichen Sparer, der sein Geld gern jederzeit zur Verfügung haben möchte – also eine Geldanlage ohne Laufzeit und Kündigungsfrist sucht und zudem eine sehr sichere Anlage mit tollen Konditionen bevorzugt.


Voraussetzung für den Abschluss eines dieser Anlageformen bei einem deutschen Anbieter sind Volljährigkeit, ein Wohnsitz in Deutschland und ein deutsches Girokonto. Da sich das Tagesgeldkonto nicht als Drehscheibe für den täglichen Zahlungsverkehr eignet, ist ein Girokonto notwendig, über welches Abbuchungen und Zuzahlungen auf das Tagesgeldkonto abgewickelt werden können. Die Buchungen werden heute ganz einfach und praktisch über das Online-Banking erledigt: So könne Sparer von zuhause aus jederzeit Geld vom Tagesgeldkonto auf das Girokonto verschieben oder die Zinserträge in der täglichen Zinsvorschau nachverfolgen.




Top 5 Tagesgeldkonten

Consorsbank 1,00 %
Alpha Bank Romania 0,77 %
Renault Bank direkt 0,70 %
Hoist Finance 0,60 %
PSA Direktbank 0,55 %
Anlagesumme 10.000 €