Top 5 Tagesgeldkonten

Tagesgeld Zinsgutschrift

Wann erfolgt die Zinsgutschrift bei einem Tagesgeldkonto? Die Tagesgeldanlage ist eine sehr sichere Form der Kapitalanlage, was unter anderem auch damit zusammenhängt, dass die einzige Art des Ertrages die Verzinsung ist, die der Anleger für das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto erhält. Es gibt demnach keine Kurse wie bei Anleihen oder Aktien, die ebenfalls einen Ertrag darstellen könnten oder eben auch zu Verlusten führen könnten. Insofern muss man beim Vergleich der Tagesgeldanbieter auch vor allem auf die Zinssätze achten, welche von den Banken angeboten werden. Es kommt in der Praxis natürlich vor, dass verschiedene Banken den gleichen oder einen fast identischen Zinssatz anbieten, was bei der Vielzahl der Anbieter nicht verwunderlich ist. In solchen Fällen braucht man dann ein zweites Kriterium, um den vom Ertrag her besten Anbieter ausfindig zu machen.


Der Zeitpunkt der Zinsgutschrift als Vergleichskriterium

Ein solches weiteres Kriterium ist der Zeitpunkt der Zinsgutschrift bzw. sind die möglichen Zinsesszinsen. Von Anleihen ist es der Anleger gewohnt, dass die Zinsen in der Regel einmal jährlich ausgezahlt werden. Gleiches gilt für das Festgeld bei einer Laufzeit von einem Jahr und darüber hinaus. Beim Tagesgeld ist es jedoch so, dass hier nicht wenige Banken auch eine unterjährige Zinskapitalisierung vornehmen. Das bedeutet in der Praxis, dass die Zinsgutschrift bei der einen Bank einmal im Jahr, bei der anderen Bank vielleicht einmal im Quartal und bei wieder einer anderen Bank monatlich vorgenommen wird. Immer dann, wenn die Zinskapitalisierung mehr als einmal im Jahr erfolgt und die Zinsen dem Kapital auf dem Tagesgeldkonto zugeschrieben, und nicht etwa auf das Girokonto überwiesen werden, dann entstehen Zinseszinsen. Die Zinseszinsen sind in der Jahressumme umso höher, desto öfter die Zinsgutschrift im Jahr erfolgt. Vergleicht man also zwei Angebote mit einem identischen Zinssatz, beinhaltet Angebot A jedoch eine monatliche Zinsgutschrift und Angebot B nur eine jährliche Gutschrift der Zinsen, dann sollte man sich eindeutig für Angebot A entscheiden.


Was macht ein Unterschied bei der Zinsgutschrift wirklich aus?

Zinseszinsen wirken sich zwar auf den Gesamtertrag aus, jedoch fallen sie bei relativ geringen Anlagesummen kaum ins Gewicht. Wer also beispielsweise 2.000 Euro als Tagesgeld anlegt, muss sich nicht unbedingt darüber Gedanken machen, welchen „Verlust“ er an Zinseszinsen haben könnte, wenn die Gutschrift der Zinsen bei der gewählten Bank nur einmal jährlich vorgenommen hat. Bei einer Anlagesumme von zum Beispiel 50.000 Euro sieht das schon anders aus. Die Zinseszinsen jeweils im Einzelnen auszurechnen und zu vergleichen ist relativ aufwendig. Aus diesem Grunde kann man sich bessere die folgende Faustformel merken: Die Differenz der Zinseszinsen zwischen einer monatlichen und einer jährlichen Zinsgutschrift betragen je 10.000 Euro Anlagesumme bei einem beispielhaften Zinssatz von drei Prozent rund 4,50 Euro im Jahr.