Dienstag, 01. Oktober 2013 11:09

TagesgeldNichts, aber auch gar nichts, deutet darauf hin, dass Anleger das Tal der Tränen im Einlagesektor durchschritten haben. Mario Draghis Festhalten an dem historisch niedrigen EZB-Leitzins wurde nun noch einmal durch die Entscheidung der US-Notenbank, weiterhin US-Staatsanleihen zurückzukaufen, flankiert.


Entsprechend liegen die Topangebote im Tagesgeldsektor nach wie vor bei 1,5 Prozent pro Jahr, allerdings haben sich zwei der drei Spitzenanbieter aus dem Führungstrio verabschiedet.


Cortal Consors Tagesgeld mit kleinem Lichtblick

Während also auf den ersten Blick alles beim Alten bleibt, zündete Cortal Consors eine kleine Kerze im dunklen Tunnel an. Der Nürnberger Ableger der französischen BNP erhöhte im September seinen Zins auf täglich fällige Gelder von 1,3 Prozent auf 1,4 Prozent. Ehrlich betrachtet, ist dies kein Grund zum Jubeln. Nach wie vor machen auch die Kunden der fränkischen Direktbank unter Berücksichtigung der Inflationsrate keinen Gewinn.


Die Bedeutung dieses Schrittes liegt also weniger in der Auswirkung auf den Vermögenserhalt, als viel mehr darin, dass er – vielleicht – Symbolcharakter hat und andere Banken folgen könnten. Bestandskunden der Cortal Consors profitieren allerdings nicht von dieser Maßnahme, sie ist auf Neukunden beschränkt. Der Zinssatz ist auf zwölf Monate festgeschrieben und auf eine Einlage von 50.000 Euro maximiert.


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Diesem Zinsanstieg stehen zum Beginn des letzten Quartals 2013 allerdings einige Zinssenkungen im Monat September/August gegenüber. Konnten ehemals noch neun Banken einen Zinssatz zwischen 1,4 Prozent p. a. und 1,4 Prozent p. a. bieten, hat sich diese Gruppe um sechs Anbieter auf drei verschlankt. Zu den Abgängen gehört unter anderem die auf eine Spitzenposition abonnierte Bank of Scotland.


Tagesgeldzins Entwicklung - Ausblick für 2013 und 2014 nicht berauschend

Sollte es sich bei der Aktion von Cortal Consors um einen Einzelfall handeln, und die Zinssenkungen im August den Mainstream darstellen, sind die Aussichten für das letzte Quartal 2013 und den Start 2014 für Anleger alles andere als rosig. Aus Frankfurt und Brüssel sind keine Impulse zu erwarten. Da sich die Inflationsrate nach wie vor in einem Bereich bewegt, den der Zentralbankrat der EZB als akzeptabel einstuft, besteht keinerlei Anlass, die Zinsschraube wieder nach oben zu drehen.


Spiegeln die Höhenflüge des DAX den Zustand der deutschen Wirtschaft und die Zukunftsaussichten korrekt wider, besteht ebenfalls kein Handlungsbedarf. Wer das Anziehen der Hypothekenzinsen im Bereich der zehnjährigen Zinsbindung als Indiz für eine Besserung am Kapitalmarkt interpretiert, liegt leider in Teilen falsch. Hypothekenzinsen orientieren sich nur bedingt am EZB-Leitzins, sondern in erster Linie am Pfandbriefindex, der vom Leitzins weitgehend abgekoppelt ist. So tragisch es klingt, es bedürfte eines deutlichen Anstiegs der Inflationsrate in den nächsten Monaten, damit es zu einer Abkehr von der Niedrigzinspolitik käme.


Für die Sparer würde dies aber bedeuten, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Einem leichten Anstieg der Guthabenverzinsung stünde eine deutliche Verteuerung der Lebenshaltungskosten gegenüber. Es ist darüber hinaus zu bezweifeln, dass die Kreditinstitute in diesem Fall ebenfalls signifikant an der Zinsspirale drehen würden, zumindest nicht im Einlagesektor, bei der Kreditvergabe vermutlich schon. Zumindest war dies in der Vergangenheit der immer wieder kritisierte Fall. Für die nächsten Monate heißt es für deutsche Sparer weiterhin abzuwarten, und sich zumindest die besten Zinsen zu sichern. Unter den Blinden ist bis auf Weiteres der Einäugige, die Bank mit den höchsten der niedrigen Zinsen, der König.


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