Donnerstag, 19. Dezember 2013 16:30

Tagesgeld Entwicklung 2013Der Rückblick zur Entwicklung Tagesgeld und Festgeld in 2013 zeigt - viel Bewegung war nicht mehr in den zurückliegenden zwölf Monaten im Einlagenbereich. Wie auch, haben die Zinsen nach der letzen Absenkungsrunde der Banken im Frühherbst kaum noch Spiel nach unten. Von einem möglichen Anstieg zu sprechen, ist reiner Zweckoptimismus.


Die Konjunktur in Europa bewegt sich auf einem Niveau, dass Mario Draghi und seine Kollegen vom Zentralbankrat der Europäischen Zentralbank keine Möglichkeit sehen, hier an der Zinsschraube zu drehen.

Im Gegenteil, der Markt benötigt Geld, welches die Banken aus Angst vor schlechten Risiken lieber bei den Zentralbanken horten als es den Unternehmen als Kredit zur Verfügung zu stellen. Die Rede war bereits von Strafzinsen auf die EZB Einlagen, das letzte Mittel, welches den Zentralbankern zur Verfügung steht, um Liquidität in den Markt zu bringen.



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Strafzins oder Kreditrisiko – die Banken sind gefordert

Die Kritiker der gegenwärtigen Zinspolitik werfen Draghi vor, Vermögen in Milliardenhöhe zu vernichten. Die aktuelle Inflationsrate in der Eurozone liegt zum Jahresende zwar unter einem Prozent, die Einlagenzinsen allerdings in der Breite noch deutlich darunter. Filialbanken und Sparkassen zahlen schon lange im Tagesgeldbereich nur noch 0,5 Prozent und weniger. Für Anleger, die auf ihre Hausbank schwören, bleibt als Alternative schlicht der Konsum. Zielsparen hat sich bei diesen Bedingungen erübrigt.


Das Delta zwischen Kaufkraftverlust und Zinsertrag wird schon vor Steuer immer größer. Termingelder bieten zwar Renditen, die etwas besser ausfallen, nur wer möchte sich bei einer Verzinsung von drei Prozent pro Jahr auf fünf Jahre festlegen. Der Vorwurf an die Banker in Frankfurt mag auf der einen Seite auf Tatsachen basieren, auf der anderen Seite gibt es aber auch keine Alternative. Die Wirtschaft, gerade in Südeuropa und in den Peripheriestaaten benötigt dringend Gelder für Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen.


Stagnation auf der Iberischen Halbinsel und Deflation in Griechenland können nur bekämpft werden, wenn massiv Gelder in die Wirtschaft fließen. Hier müssten die Banken die Dividendeninteressen hintenanstellen, und auch einmal das Risiko laufen, dass ein Kredit notleidend wird. Sollte Draghi die Einlagen bei der Zentralbank mit einem Strafzins belegen, wären die Anleger wieder die Ersten, die es zu spüren bekämen.


Nur wer nach lukrativen Geldanlagen sucht, wird noch belohnt

attraktive-tagesgeldzinsenDie Börsen verzeichnen Rekorde, sind jedoch als Investment immer noch zahlreichen Fans von Tagesgeldern und Festgeldern suspekt. Diese Anlegergruppe hat die Wahl. Entweder schaut sie zu, wie ihr Erspartes von Jahr zu Jahr weniger wird, oder sie ergreift die Initiative.


Zum Jahreswechsel gibt es durchaus noch Banken, welche Tagesgeldzinsen über der Einprozentmarke anbieten. Dabei handelt es sich in der Regel um Neukundenangebote. Die Aufgabe für die Sparer lautet also, flexibel zu sein, und konsequent nach Ablauf der Zinsbindungen für die Neukundenofferten wieder den Tagesgeldvergleich aufzurufen und die aktuellen Tagesgeld Angebote zu vergleichen.


Was die einen als Zinsnomadentum bezeichnen, ist bei der aktuellen Zinslandschaft die Konsequenz, um keine Verluste zu machen. Dabei sind es immer die selben Akteure, welche sich in den Spitzenpositionen finden. Die Renault-Bank, relativ neu im deutschen Markt, hat sich gleich in die Spitzengruppe katapultiert. Diese und die RaboDirect geben jedoch keine Zinsgarantie. Cortal Consors gehört immer zur Gruppe der attraktivsten Anbieter, allerdings setzen die Zinsboni einen Depotübertrag voraus.



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Neukundenboni als einzige Chance

Für das aktive Tagesgeld-Hopping gilt, dass als Neukunde diejenigen Anleger betrachtet werden, welche in den vergangenen sechs oder zwölf Monaten keine Geschäftsverbindung zu dem Institut unterhielten. Für Anleger bedeutet dies im Umkehrschluss, dass das Konto nach Ablauf der Zinsgarantie nicht nur aufgelöst, sondern die gesamte Geschäftsverbindung beendet werden muss.

Nur so besteht die Chance, nach dem Ablauf der Sperrfrist wieder als Neukunde vom nächsten Zinsbonus zu profitieren. Neben den Neukundenboni ist noch ein anderer Faktor für die Rendite ausschlaggebend. Die Renaultbank bietet ihren Kunden eine monatliche Zinsgutschrift, ein Umstand, welcher die jährliche Gesamtrendite noch einmal leicht nach oben schiebt.


Festgeld ist keine echte Alternative

Festgeld Anlage 2013Auf der einen Seite zahlen Festgelder im Bereich von 24 Monaten zwar 2,5 Prozent p. a. bei den besten Anbietern, als echte Alternative sind längerfristige Engagements jedoch nicht zu sehen. Es ist nicht zu erwarten, dass der Markt für Einlagen in kürzester Zeit drehen wird. Andererseits wäre es für Festgeldsparer ärgerlich, den Turnaround zu verpassen und in einer gegenüber dem Markt schwächer rentierenden Anlage gebunden zu sein.


Sollte es zu einem Anziehen der Konjunktur in Europa kommen, würde es dennoch Monate dauern, bis sich dies in einer Änderung der Zinspolitik niederschlagen würde. Ein Anstieg der Inflationsrate wäre ein Signal für eine Erhöhung der Leitzinsen. Davon ist Europa jedoch noch weit entfernt. Ein Kaufkraftverlust von leicht unter zwei Prozent pro Jahr gilt als gesunde Begleiterscheinung für ein gesundes Wirtschaftswachstum.


Vor dem Hintergrund der Situation in Griechenland, Spanien und Portugal müsste die Inflation in Deutschland beispielsweise dramatisch ansteigen, um den europäischen Durchschnitt signifikant nach oben zu treiben. Von langfristigen Engagements ist abzuraten, die Festlegungsdauer sollte auf 24 Monate beschränkt bleiben.




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