Sonntag, 05. Januar 2014 15:32

Tagesgeldzinsen 2014Für Anleger wird 2014 bei Tagesgeld und Festgeld kaum einen Lichtstreif am Horizont aufweisen. Die deutschen Einlagenzinsen sind, im Gegensatz zu Hypothekendarlehen, viel zu eng an den Leitzins der Europäischen Zentralbank gekoppelt.

Und für Mario Draghi gibt es aktuell keinerlei Anhaltspunkte, die Zinsschraube nach oben zu drehen, im Gegenteil, der Leitzins bleibt unverändert bei 0,25%.



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Keine Veränderung der europäischen Binnenkonjunktur für 2014 in Sicht

tagesgeldzinsen-ezb-leitzinsAuch wenn in der Bundesrepublik der Außenhandelsüberschuss zunächst bejubelt wurde, hat natürlich auch eine Schattenseite. Deutschland importiert nicht nur nach Übersee, sondern auch in der EU – zwangsläufig. Der hiesige Überschuss bedeutet für andere Länder wahrscheinlich zwangsläufig ein Defizit, gerade die südeuropäischen Staaten sind davon betroffen.


Griechenland und die Iberische Halbinsel haben gezeigt, welche Folgen eine anhaltende Konjunkturflaute hat. Griechenland ist in der Deflation angekommen, Portugal und Spanien verzeichnen eine Stagnation. Japan, eine der Industrienationen der Welt, kennt das Problem der Deflation. Japanische Politiker sagen heute noch, es sei die bitterste Zeit Nippons gewesen und es habe Jahre gedauert, bis sich die Wirtschaft wieder erholt habe.


Stagnation in Spanien bedeutet zwangsläufig niedrige Zinsen in der Bundesrepublik, da die Inflationsrate innerhalb der EU unter einem Prozent, bei 0,9 Prozent angesiedelt ist. Dies bedeutet, dass Geld in die Wirtschaftskreisläufe gepumpt werden muss, um die am Boden liegenden Volkswirtschaften zu reanimieren.


Geschehen kann dies aber nicht durch rentierliche Tagesgeldanlagen in Deutschland, sondern durch billigste Kredite und Refinanzierungsmaßnahmen für die Banken. Diese mauern allerdings noch europaweit bei der Vergabe. Grund sind die Befürchtungen, dass die aktuelle Krise die Unternehmen bereits so angegriffen hat, dass eine ordnungsgemäße Rückführung der Darlehen nicht mehr möglich ist.


Draghi denkt bereits über Zwangsmaßnahmen nach

attraktive-tagesgeldzinsenDie Europäische Zentralbank stellt den Kreditinstituten billigste Gelder zur Verfügung mit der Absicht, dass diese in die Volkswirtschaften fließen. Tun sie aber nicht, sondern liegen bei den Zentralbanken als Einlagen. Dies kann natürlich nicht im Sinne des Erfinders sein. Draghi hat daher bereits angedeutet, dass er sich vorstellen könne, die über die Mindestreservehaltung hinausgehenden Guthaben der Kreditinstitute mit einem Strafzins zu belegen.


Ob dies allerdings Motivation sein wird, die dringend benötigten Kredite auszureichen, steht auf einem anderen Blatt. Eines ist jedoch sicher, sollte Draghi zu dieser Maßnahme greifen, werden die Verbraucher dies auf ihren Tagesgeldkonten als Erste zu spüren bekommen.


Wer sein Tagesgeldkonto bei einer Filialbank oder Sparkasse unterhält, wird mit einem Zinssatz von 0,3 bis 0,5 Prozent abgespeist. Der Schritt zur Nullnummer ist nicht mehr groß. Einzig Anleger, welche ab und an einen Tagesgeldvergleich nutzen, können immer noch Zinsen von über einem Prozent pro Jahr verbuchen – Vergleichen und Zinshopping sind für eingefleischte Tagesgeldfreunde das Gebot der Stunde.



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Selbst eine dramatische Verbesserung der Ökonomie in den Krisenstaaten würde zu keiner kurzfristigen Änderung des Zinsniveaus führen. Zulange ist die Vorlaufzeit, bis die dann erwirtschafteten Gelder, die zusätzlich in den Kreislauf fließen, auch zu einem Anstieg der Verbraucherpreise führen würden. Und erst dieser Anstieg würde wiederum eine Verknappung des Geldes aufgrund Inflation durch einen Anstieg des Leitzinses der EZB rechtfertigen. Davon ist Europa im Jahr 2014 und damit auch der deutsche Anleger, aber noch weit entfernt.




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