Donnerstag, 07. November 2013 08:45

euro-leitzins-bankMario Draghi und seine Ratsmitglieder haben ernst gemacht. Was für die Krisenstaaten in Europa als Rettungsspritze gelten soll, ist für die Anleger in Deutschland ein Desaster. Noch nie war der Leitzins der Europäischen Zentralbank so niedrig. Tagesgeld und Co sind auf dem Weg nach unten - Sparen und kurzfristige Geldanlage lohnt nicht mehr!


Zinssätze der Banken werden nachziehen

Es ist wahrscheinlich nur eine Frage von Tagen, bis die ersten Kreditinstitute die neue Zinssituation an ihre Kunden weitergeben. Bedauerlichweise wieder einmal nicht bei den Krediten, kurzfristig werden Tagesgelder und Festgelder im Fokus der Zinssenkungen stehen. Klug war, wer sich im Vorfeld noch Zinsgarantien bei Tagesgeldern gesichert hat. Die Entscheidung aus Frankfurt war abzusehen, zu lange gingen schon die Spekulationen, dass es eine weitere Zinssenkung geben wird. Die Ursachen liegen auf der Hand, die südeuropäischen Staaten basteln nicht nur an ihrer Schuldenkrise, sondern erleben erste Anzeichen einer Stagnation.


Griechenland ist hier schon einen Schritt weiter, seit März 2013 sind Preisrückgänge, eine Deflation, zu beobachten. Die Inflationsrate in der EU betrug im Oktober nur 0,7 Prozent, ein Wert, welcher für eine Volkswirtschaft bereits ungesund ist. Optimales Wachstum findet bei einem Kaufkraftverlust von leicht unter zwei Prozent statt. Für die Anleger hierzulande ist dies allerdings kein Trost.


Tagesgelder in der Breite schon lange unter einem Prozent

Wer sich die Zinsaushänge in den Filialen der Banken und Sparkassen anschaut, sieht schon lange keine Eins mehr vor dem Komma. Zinssätze zwischen 0,3 und 0,5 Prozent p. a. sind bei Sichteinlagen die Regel. Einzig die Direktbanken wie z.B. Cortal Consors, ING-Diba etc. punkten noch mit Renditen jenseits der Einprozentmarke, wie lange dieser Wert noch gehalten werden kann, ist allerdings fraglich. Tagesgeldvergleiche sind daher für Anleger so wichtig wie noch nie. Beim Wettlauf gegen den Wertverlust der Ersparnisse durch Inflation und Steuer sind genaue Marktanalysen und Anbietervergleiche die einzige Waffe, die noch hilft.


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Beratungsgespräche in der Bankfiliale garantieren aufgrund der Konditionen der Institute den Wertverlust. Aktien strahlen, bedingt durch den ungebremsten Höhenflug des DAX, einen gewissen Charme aus, Kritiker der jüngsten Zinssenkung heben jedoch warnend den Zeigefinger. Zu groß sei das Risiko, dass es jetzt zu einem zu schnellen Kursanstieg komme, an dessen Ende niemand mehr bereit sei, die Preise für die Titel zu bezahlen.


Das Platzen einer Blase, ähnlich wie im März 2000, sei damit vorprogrammiert. Dies würde allerdings endgültig zu einem Desaster werden. Aktienkurse am Boden und keine rentierlichen Anlagemöglichkeiten mehr auf dem Einlagesektor, verbunden mit zu wenig Kaufkraft bei den Verbrauchern wäre ein volkswirtschaftlicher Schaden, der lange Zeit für die Heilung benötigt. Deutschland kann in diesem Fall nicht isoliert betrachtet werden, der europäische Kontext wäre der Auslöser.


Die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank mag für viele Länder innerhalb der Gemeinschaft notwendig sein, für die Anleger in der Bundesrepublik ist sie Gift. Nicht umsonst werden immer wieder Volkswirte mit den Worten zitiert, dass in Deutschland Milliarden an Vermögen durch die EZB-Politik vernichtet werden.




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