Festgeld

Das Festgeld zählt eindeutig zu den wenigen Geldanlagen, die man im Jahre 2013 noch als sehr sicher bezeichnen kann. Innerhalb bestimmter Anlagesummen-Grenzen ist es so, dass man als Anleger davon ausgehen kann, dass man sein Kapital auf jeden Fall zu 100% zurückbekommt. Selbst das Emittentenrisiko ist bis zu bestimmten Summen per gesetzlicher Einlagensicherung abgesichert. Das Festgeld wird in der Regel immer dann genutzt, wenn man Kapital sehr sicher für einen bereits feststehenden Zeitraum anlegen möchte. Dabei ist es während des gewählten Zeitraumes, den man auch als Festlegedauer bezeichnet, auch nicht möglich, über das Geld vom Festgeldkonto zu verfügen. Nur wenn die kontoführende Bank aus Kulanz zustimmt, kann vor Fälligkeitstermin verfügt werden.


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Was sind die Eigenschaften und Vorteile beim Festgeld?

Eine der Haupteigenschaften des Festgeldes ist es, dass der Verbraucher sein Kapital für einen bestimmten Zeitraum festlegt, der mit der jeweiligen Bank vereinbart wird. Üblicherweise kann der Verbraucher zwischen Fristen von einem bis zu 36 Monaten wählen. Manche Kreditinstitute bieten aber auch Festgelder mit einer Laufzeit von vier, fünf oder sechs Jahren an. Zu den weiteren Eigenschaften beim Festgeld zählt auch, dass es keine Gebühren zu beachten gibt, was natürlich einer der Vorteile dieser Anlageform ist. Ein weiterer großer Vorteil ist die große Sicherheit, denn beim Festgeld gibt es kein Kursrisiko, kein Zinsrisiko und bei der Anlage in Euro natürlich auch kein zu beachtendes Währungsrisiko. Das Emittentenrisiko wird gesetzlich bis 50.000 Euro je Anleger „ausgeschaltet“ und zudem bei vielen Banken aufgrund der Einlagensicherung noch einmal bis zu vielen Millionen Euro. Einer der Festgeld Vorteile war bisher auch immer die bessere Verzinsung eines Festgeldkontos gegenüber dem Tagesgeldkonto, da aufgrund der längeren Laufzeit die Kreditinstitute länger mit dem Geld arbeiten konnten. Aufgrund der immernoch anhaltenden Finanzkrise trauen sich leider die Banken nicht langfristig eine hohe Verzinsung über Monate auf Festgeldkonten anzubieten.


Die Nachteile beim Festgeld

Viele Nachteile gibt es beim Festgeld zwar nicht, aber dennoch werden einige Verbraucher natürlich andere Anlageformen vorziehen. Ein Nachteil ist vor allem für Kleinanleger, dass nahezu alle Anbieter bei der Festgeldanlage eine Mindestanlagesumme verlangen, die in der Regel entweder bei 3.000 Euro oder bei 5.000 Euro liegt. Es ist also im Vergleich zum Tagesgeldkonto nicht möglich, das Festgeldkonto bereits ab einem Euro zu nutzen. Einen weiteren Nachteil sehen, auch besonders im Vergleich zum Tagesgeld, manche Verbraucher sicherlich auch darin, dass man nicht jederzeit an sein Kapital kommt und während der Festlegedauer auch in „Notfällen“ keine Verfügung möglich ist, wenn die Bank nicht zustimmt. Generell überwiegen aber sicherlich die Vorteile, sodass das Festgeld nach wie vor eine beliebte Form der Geldanlage ist.


Faktoren die Festgeld Konditionen beeinflussen

Ein wichtiger Aspekt ist die Anlagedauer. Umso länger sich diese gestaltet, umso höher fallen die Zinsen aus. Für den Verbraucher ist es wichtig, dass nicht nur die Werbung beachtet wird. Diese weist in nahezu allen Fällen auf die höchsten Zinsen hin, die nur bei einer langfristigen Anlage geboten werden. Des Weiteren kann das Geld festverzinst oder variabel verzinst angelegt werden. Wird der aktuelle Verlauf des Leitzinses der EZB betrachtet, so sollte auf eine variable Form zurückgegriffen werden. Prinzipiell kann der Leitzins nur noch steigen, was wiederum zu höheren Zinsen bei variabel verzinstem Festgeld führen würde.


Wichtiger Faktor fürs Festgeld ist der Euribor

Verbraucher, die sich mit dem Thema Festgeld auseinandersetzen, werden feststellen, dass des Öfteren die Rede vom Euribor ist. Hierbei handelt es sich um einen durchschnittlichen Zinssatz der europäischen Kreditinstitute. Der Konzern Thomas Reuters erhält täglich bis um 10:45 sogenannte Angebotssätze von Kreditinstituten für Zinsen. Die Anzahl der Kreditinstitute, die an der Ermittlung der Zinsen beteiligt sind, variiert. Im Frühjahr 2013 sind es 37 an der Zahl. Dies ist dadurch bedingt, dass nur solche Kreditinstitute, die über eine einwandfreie Kreditwürdigkeit verfügen, in die Euribor Bestimmung miteinbezogen werden. Des Weiteren werden sowohl die höchsten wie auch die niedrigsten 15 Prozent an Zinssätzen aus der Kalkulation gestrichen. Dies soll dazu dienen, dass Ausreißer keine Manipulation am Markt vornehmen können um somit unfaire Konditionen zu verhindern. Weitere Faktoren für den Euribor sind die Inflationsrate, das Wirtschaftswachstum in der EU sowie das Vertrauen der Banken untereinander. Der Euribor ist jedoch nicht der Zinssatz, der den Produkten Tagesgeld oder Festgeld entspricht. Hierbei handelt es sich um den durchschnittlichen Zinssatz, der veranschlagt wird, wenn Kreditinstitute untereinander Kapital verleihen, zumeist über einen längeren Zeitraum. Der Euribor ist jedoch ein wichtiger Indikator für Festgeldkonten. Die meisten Kreditinstitute orientieren sich an dem Wert, wobei zwischen 0,5 und 2 Prozent aufaddiert werden. Des Weiteren spielt es eine Rolle, dass 15 unterschiedliche Euribor-Kurse existieren. Diese orientieren sich an der Dauer der Leihe, also etwa eine Woche, ein Monat oder ein Jahr.




Top 5 Festgeldkonten

Alpha Bank Romania 1,33 %
Banco Portugues de Gestao 1,20 %
Bulgarian American Credit Bank 1,12 %
BlueOrange Bank 1,11 %
Privatbanka 1,00 %
Anlagesumme 20.000 €
Anlagezeitraum 12 Monate