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EZB Leitzinserhöhung 2011 und die Auswirkungen

Montag, den 11. April 2011 um 01:00 Uhr

Anfang April 2011 hat die Europäische Zentralbank auf die weiter ansteigende Inflationsrate reagiert, und erstmalig seit rund zwei Jahren wieder den Leitzinssatz erhöht. Somit erhöhte die EZB die Leitzinsen von bisher ein Prozent auf nunmehr 1,25 Prozent, also um 25 Prozentpunkte. Der Leitzinssatz ist zunächst einmal der Zinssatz, zu dem sich die Banken bei der EZB Kapital ausleihen können. Darüber hinaus dienen die Leitzinsen aber auch zur Orientierung der Banken, welchen Zinssatz diese für ihre eigenen Kredite und auch für verschiedene Geldanlagen veranschlagen. In regelmäßigen Abständen überprüft die Europäische Zentralbank, ob der Leitzinssatz noch angemessen ist, wenn man sich die wirtschaftliche Gesamtsituation betrachtet.


Die Leitzinsen als Regulator der Inflationsrate

Durch die Erhöhung der Leitzinsen erhofft sich die EZB vor allem, dass der weitere Anstieg der Inflationsrate verhindert wird. Denn durch die Leitzinssatz-Erhöhung soll der Mechanismus in Gang gebracht werden, dass die Geldmenge aufgrund der etwas teureren Kredite am Markt reduziert wird, was letztendlich dazu führen sollte, dass das Geld mehr Wert wird und somit die Inflationsrate sinkt oder zumindest nicht weiter steigt. Experten sind allerdings zum größten Teil der Auffassung, dass es noch weiterer Zinserhöhungen bedarf, damit dieses Ziel erreicht werden kann. So gehen die meisten Experten davon aus, dass die EZB die Leitzinsen in diesem Jahr noch mehrmals erhöhen werden.


Die direkten Auswirkungen der Leitzinserhöhung

Während die Inflationsrate sich durch die durchgeführte Leitzinserhöhung noch nicht verändert hat, gibt es auf der anderen Seite dennoch schon spürbare und direktere Auswirkungen der Veränderung des Leitzinssatzes. So sind beispielsweise die Hypothekenzinsen zwar relativ unbemerkt, aber dennoch auf recht breiter Front angestiegen. Einen für Anleger erfreulichen Trend gibt es nach der Leitzinserhöhung, denn auch die Tages- und Festgeldzinsen wurden bereits von mehreren Banken angehoben. Da noch von weiteren Zinserhöhungen auszugehen ist, sollten Anleger daher ihr Kapital derzeit nicht zu langfristig in verzinsliche Geldanlagen investieren, während besonders die zukünftigen Immobilienbesitzer sich möglichst schnell um eine noch günstige Finanzierung kümmern sollten.